{"id":451,"date":"2020-02-17T19:30:34","date_gmt":"2020-02-17T18:30:34","guid":{"rendered":"http:\/\/mvottersdorf.de\/?page_id=451"},"modified":"2023-12-11T00:03:21","modified_gmt":"2023-12-10T22:03:21","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mvottersdorf.de\/?page_id=451","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"VereinsgeschichteMVO\">Vereinsgeschichte<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Vor 1925<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die goldenen 20iger Jahre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ottersdorf ist gekennzeichnet vom ersten Weltkrieg. Der deutsche Kaiser hat abgedankt und aus dem Kaiserreich wurde die Weimarer Republik. Das ganze Land leidet schwer unter den Folgen des verlorenen Krieges. Not und Elend bestimmen das Leben der Bev\u00f6lkerung. Bis in die kleinsten Ortschaften sind Massenarbeitslosigkeit und deren Auswirkungen auf das Leben sp\u00fcrbar. Da bildet unsere Heimatgemeinde keine Ausnahme. Just zu dieser Zeit, als allerorts noch still um verlorene Ehem\u00e4nner, V\u00e4ter und S\u00f6hne getrauert wird, keimt in Ottersdorf die Idee, eine Musikkapelle zu gr\u00fcnden. Denn Frohsinn, Lachen und Tanzen liegen ebenso in der Natur des Menschen, wie Trauer und Einsamkeit. Und wann vergisst ein Mensch am schnellsten die Trauer und seine Sorgen? Nat\u00fcrlich beim Tanzen, Lachen und beim fr\u00f6hlich vergn\u00fcgten Treiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1925<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gr\u00fcndertage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 5. Februar beschlie\u00dfen die beiden jungen Ottersdorfer Anton Gro\u00df und Anton G\u00f6tz eine Musikkapelle zu gr\u00fcnden. Mit Paul Lutz aus Muggensturm, einem Arbeitskollegen von Anton Gro\u00df, ist der erste Schritt getan. Lutz wird erster Dirigent in Ottersdorf. Dieser erkl\u00e4rt den beiden jungen Musikern, dass eine Musikkapelle erst mit sechs Mann spielf\u00e4hig sei. Also m\u00fcssen noch vier weitere Musikfreunde gesucht werden, die mit Franz Ruf, Otto Frisch, Anton Jung und Otto Schneider bald gefunden sind. Nun sind sie zwar zusammen, jedoch vom Musizieren noch weit entfernt. Zuerst m\u00fcssen die Musikinstrumente beschafft werden. Auf Anfrage beim Musikhaus Voigt in Rastatt erhalten die M\u00e4nner zur Antwort, dass solche Instrumente nicht vorr\u00e4tig seien und eine sehr lange Lieferzeit h\u00e4tten. Paul Lutz verweist die jungen Ottersdorfer nach Karlsruhe ins Musikhaus Deimer. Dort kommen die Sechs in die besten H\u00e4nde. Durch die Vielzahl an vorr\u00e4tigen Blechblasinstrumenten ist es m\u00f6glich, den jungen Musikern direkt am Objekt zu zeigen, welche Unterschiede es bei den verschiedenen Instrumenten gibt. So wird aus dem zuerst z\u00f6gerlich gef\u00fchrten Gespr\u00e4ch mit Herrn Deimer eine lange und intensive Unterhaltung, die eine Bestellliste auf Abruf zur Folge hat. Der vom Musikhaus erstellte Kostenvoranschlag bringt die ern\u00fcchternde Summe von 900 Rentenmark an den Tag. Da keiner der sechs Musiker \u00fcber eine solche Geldmenge verf\u00fcgt, muss zun\u00e4chst die Finanzierung gekl\u00e4rt werden. Noch auf dem Heimweg ist den sechs M\u00e4nnern klar, dass sie nichts unversucht lassen w\u00fcrden, um das Geld zusammenzubringen. Einige Tage sp\u00e4ter werden sie beim Kreditverein Ottersdorf vorstellig. Dort tragen sie ihr Anliegen vor, einen Kredit aufzunehmen in H\u00f6he von 600 Rentenmark zur Anschaffung von zwei Fl\u00fcgelh\u00f6rnern, zwei Tenorh\u00f6rnern und einem Es-Horn. Die restlichen 300 Rentenmark ben\u00f6tigen sie erst sp\u00e4ter, da die bestellte Tuba noch in der Fertigung ist. Die Herren des Kreditvereins lehnen aber den Kreditwunsch der jungen Musiker mit der Begr\u00fcndung ab, dass nach dem Gesetz keine Person einen Kredit nehmen darf die nicht vollj\u00e4hrig (damals 21 Jahre) ist. Im Gegenzug machen die Herren den jungen M\u00e4nnern den Vorschlag, dass bei der Benennung von einem oder mehreren B\u00fcrgen dem Darlehen nichts im Weg st\u00fcnde.Wer sonst, als die eigenen V\u00e4ter w\u00fcrden wohl so viel Vertrauen in ein so ungewisses Vorhaben setzen, welches die jungen Musiker da planten? So \u00fcbernehmen Anton Frisch, Franz Ruf, Stefan Gro\u00df und Egidius G\u00f6tz die B\u00fcrgschaft von je 150 Rentenmark. Am 16. M\u00e4rz kommt das Darlehen \u00fcber 600 Rentenmark zu einem Zinssatz von 18 % zur Auszahlung. Zwei Tage sp\u00e4ter werden die Instrumente abgeholt.In der Zwischenzeit hat man sich Gedanken gemacht, wo die Proben stattfinden sollten. Die Vorstellungen von den Eigenschaften waren klar. Der Raum sollte beheizbar sein, um auch in der kalten Jahreszeit proben zu k\u00f6nnen. Auch eine ausreichende Gr\u00f6\u00dfe sollte vorhanden sein, um noch weiteren Musikern Platz zu bieten. Die schwierigste Anforderung ist wegen der knappen Finanzen, die Mietfreiheit des Raumes. So ist das Angebot der Familie Amalie und Karl Jung wie ein Geschenk des Himmels. Die Familie Jung, zu dieser Zeit Besitzer und Betreiber des Gasthauses \u201eZur Linde\u201c, will den beheizbaren Saal den Musikern mietfrei \u00fcberlassen. Somit ist die Linde das Probelokal der Musikkapelle und sollte es fast 70 Jahre lang bleiben. Anton Gro\u00df trifft mit Herrn Lutz die Vereinbarung, dass f\u00fcr jede stattgefundene Musikprobe drei Rentenmark zu zahlen seien. Die Kosten tragen die die Musiker zu gleichen Teilen. Somit beginnen Ende M\u00e4rz die Proben. Am Abend des 16. April treffen sich die sechs Musiker in der Linde zur ersten Musikerversammlung. Es sollte ein 1. Vorsitzender gew\u00e4hlt werden. Es ist nicht schwer, den richtigen Mann aus der Runde herauszufinden, der dieses ehrenvolle Amt erhalten sollte. Einhellig wird Anton Gro\u00df das Amt des 1. Vorsitzenden \u00fcbertragen. Anton G\u00f6tz wird der erste Schriftf\u00fchrer, mit der Aufgabe ein Protokollbuch anzulegen, die heute noch im Besitz des Musikvereins sind. Ferner wird beschlossen, alle drei Monate eine Musikerversammlung abzuhalten.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es geht bergauf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch die einf\u00fchlsame Art von Herrn Lutz werden die jungen Musiker langsam, aber zielstrebig an die Blasmusik herangef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die anf\u00e4nglichen Schwierigkeiten \u00fcberwunden sind, was nicht zuletzt dem Flei\u00df jedes Einzelnen zu verdanken ist, gewinnt die Musikkapelle immer mehr an Harmonie. Im Juli, am Tag des Skapulierfestes, hat die junge Musikkapelle ihre Feuertaufe. Von der Empore der Pfarrkirche St. \u00c4gidius aus umrahmt die Kapelle das feierliche Hochamt. Mit Freude nimmt die Ottersdorfer Einwohnerschaft das Musizieren der Musikkapelle an. Wenngleich ein Erstaunen durch das Dorf geht, denn es sind erst vier Monate vergangen seit den ersten Proben. Erfreulich f\u00fcr die Musiker ist die erste Gage von zw\u00f6lf Rentenmark. Neben Lob und Anerkennung beschert der erste Auftritt der Musikkapelle auch zwei neue Musiker. Karl Seitz und Christian Uhrig treten Ende Juli der Kapelle bei. Nachdem den beiden die Aufnahme sicher ist, fahren sie ins Musikhaus Deimer, um sich Instrumente zu kaufen. Die zwei neuen Musiker f\u00fcgen sich nahtlos in die Kapelle ein. Aber nicht nur in musikalischer Hinsicht geht es bergauf, auch finanziell wird es leichter, da nun das Dirigentengehalt durch acht geteilt wird. Das Jahr neigt sich langsam dem Ende entgegen und die acht Musikfreunde k\u00f6nnen auf ein gelungenes Gr\u00fcndungsjahr zur\u00fcckblicken. Doch nicht immer endet alles so sch\u00f6n wie es begonnen hat!<\/p>\n\n\n\n<p>Paul Lutz teilt Ende November den Musikern mit, dass er das Amt des Dirigenten niederlegen werde. Der Grund ist der weite Weg von Muggensturm nach Ottersdorf. Herr Lutz ist sich der Verantwortung bewusst, die er im M\u00e4rz \u00fcbernommen hat, und will deshalb die junge Musikkapelle nicht ohne Dirigent zur\u00fccklassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch bevor Lutz seinen R\u00fccktritt mitteilt, hat er Kontakt zu einem eventuellen Nachfolger aufgenommen. So w\u00e4re es m\u00f6glich, \u00fcbergangslos den Probebetrieb weiterlaufen zu lassen, falls die Musiker mit dem neuen Dirigenten, Herrn Fischer aus Rastatt, einverstanden w\u00e4ren. Die Musiker sind zufrieden. Besser h\u00e4tte man es nicht treffen k\u00f6nnen. Herr Fischer ist Berufsmusiker und spielt in Rastatt bei einer Milit\u00e4rkapelle Trompete. Z\u00e4hneknirschend nehmen die M\u00e4nner die Gehaltsforderung von sechs Rentenmark pro Probe an. Somit wird Fischer neuer Dirigent der Musikkapelle und nimmt im Dezember seine Arbeit auf.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1926<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Brief aus W\u00f6sbach im Januar versetzt die Musiker in helle Aufregung. In dem Schreiben wird angefragt, ob eine Teilnahme am Wettspielen in W\u00f6sbach am 25. Mai m\u00f6glich w\u00e4re. Es m\u00fcssten bei einer Beteiligung zwei Rentenmark pro Musiker an die Kapelle W\u00f6sbach entrichtet werden, zur Deckung der Unkosten. Nach Absprache mit Herrn Fischer sagt man eine Beteiligung zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 25. Mai ist der bislang gr\u00f6\u00dfte Tag der Musikkapelle Ottersdorf. Als j\u00fcngste und kleinste Kapelle des Wettbewerbs erhalten die Musiker einen 2A-Preis mit Diplom und einen Silberpokal. Die gesamte Einwohnerschaft freut sich mit den acht Musikern. Damit alle Ottersdorfer die Urkunde und Pokal sehen k\u00f6nnen, werden sie im Schaufenster des Lebensmittelladens von Karl Fritz (heutiges Anwesen Willi Hartmann) in der Rheinstra\u00dfe ausgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Emil Stupfel, Melchior Frisch und Fritz Burster treten im Juni der Musikkapelle bei. Die Verst\u00e4rkung tut der Kapelle gut, denn die Anforderungen wachsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste Musikfest wird am 25. Juli im Lindengarten gefeiert. Eingeladene Gastkapellen bringen ihr K\u00f6nnen zum Besten und tragen mit zu einem guten Gelingen bei. Durch ein Eintrittsgeld von 30 Pfennig pro Person und dem Verkauf von Papilotten (Lose) wird der Festerfolg auch in der Kasse sp\u00fcrbar. Zu erw\u00e4hnen sei an dieser Stelle, dass nur Gastronomen zu jener Zeit eine Schanklizenz erhielten. Der Gewinn aus dem Verkauf von Speisen und Getr\u00e4nken floss dem Gastwirt zu. Dem Veranstalter blieben nur die Einnahmen aus dem Eintritt und dem Losverkauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Otto Schneider im November seinen Austritt aus der Musikkapelle erkl\u00e4rt, wird die gro\u00dfe Trommel f\u00fcr 115 Rentenmark zur\u00fcckgekauft. Diese sollte im Besitz der Kapelle bleiben, bis ein neuer Trommler gefunden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl es ein R\u00fcckschlag ist, mit Otto Schneider einen Mann der ersten Stunde zu verlieren, wird am 26. Dezember die erste Weihnachtsfeier im Gasthaus \u201eZur Linde\u201c abgehalten. Die gesamte Einwohnerschaft von Ottersdorf ist eingeladen. Zur Unterhaltung an diesem Abend wird ein Theaterst\u00fcck aufgef\u00fchrt. Als H\u00f6hepunkt des Abends kommt ein Christbaum zur Verlosung im Wert von 25 Rentenmark.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1927<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr findet die bis dahin verwaiste gro\u00dfe Trommel in Karl Zeitvogel (Vater von Eugen Zeitvogel) einen neuen Besitzer. Karl Zeitvogel erwirbt die Trommel f\u00fcr 100 Rentenmark.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Anregung von B\u00fcrgermeister Moritz Frisch werden die ersten Heimattage gefeiert. Bei diesem Fest soll auch die Musikkapelle mitwirken. Ebenso ist das Mitwirken der Kapelle beim Stiftungsfest der deutschen Turnerschaft im Mai erw\u00fcnscht. Die Aussicht auf zwei gro\u00dfe Auftritte in Ottersdorf bringt die Musiker auf den Gedanken, Uniformen anzuschaffen. In Anbetracht der angespannten Finanzlage, der Kredit vom M\u00e4rz 1925 ist noch nicht ganz zur\u00fcckgezahlt, wird von Uniformen abgesehen. Man einigt sich darauf, vorerst nur M\u00fctzen anzuschaffen. Bei der Firma Kulbe in Rastatt bestellt die Musikkapelle Ottersdorf f\u00fcr jeden Musiker eine dunkelblaue Schirmm\u00fctze zum St\u00fcckpreis von 4,90 Rentenmark.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1928<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Gasthaus \u201eZum Lamm\u201c treffen sich die Musiker im Mai zu ihrer viertelj\u00e4hrlichen Versammlung. Im Verlauf der Sitzung wird sichtbar, dass die Disziplin bez\u00fcglich der P\u00fcnktlichkeit beim Probenbesuch sehr zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst. Deswegen wird beschlossen, f\u00fcr Unp\u00fcnktlichkeit Strafen einzuf\u00fchren. Danach soll ein Musiker, der dreimal im Vierteljahr zu sp\u00e4t zur Probe kommt und keinen Grund f\u00fcr die Versp\u00e4tung hat, 50 Pfennig in die Musikerkasse zahlen. Diese Beschl\u00fcsse werden ins Protokollbuch aufgenommen und k\u00f6nnen dort nachgelesen werden, kommen aber heute nicht mehr zur Anwendung. Auch Erfreuliches hat der 1. Vorsitzende Anton Gro\u00df zu berichten. Leo Jung ist in die Musikkapelle eingetreten und will Tenorhorn spielen. Um die Kapelle klanglich zu verst\u00e4rken, sollen ein F-Bass, ein Es-Horn, eine Klarinette und eine kleine Trommel angeschafft werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sommer k\u00f6nnen nochmals drei Musiker in die Kapelle aufgenommen werden: Egon Burster an der Tuba, Fritz Ruf an der Klarinette und Franz Stupfel mit dem Es-Horn. Somit hat sich die Zahl der Musiker im Lauf von drei Jahren mehr als verdoppelt. Es ist als Zeichen der guten Kameradschaft zu sehen, dass es nur zwei Austritte gibt: Otto Schneider und Melchior Fritz.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch im Herbst zeigen sich bei der Musikerversammlung dunkle Wolken am Musikerhimmel. Misst\u00f6ne \u00fcber die Art der F\u00fchrung des Dirigenten Fischer kommen zur Sprache. Es zeichnet sich ab, dass die Tage des Dirigenten in Ottersdorf gez\u00e4hlt sind.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>1929<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die im M\u00e4rz stattfindende Musikerversammlung bringt einige Ver\u00e4nderungen und man nimmt die Strukturen heutiger Vereine an. Anton G\u00f6tz, bisher Schriftf\u00fchrer und Kassierer, gibt bekannt, dass er die Kassenf\u00fchrung abgeben wolle. Otto Frisch, auch ein Mann der ersten Stunde, \u00fcbernimmt den Posten des Kassierers.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorstandschaft setzt sich nun zusammen aus Anton Gro\u00df (1. Vorsitzender), Anton G\u00f6tz (Schriftf\u00fchrer) und Otto Frisch (Kassenwart). Nach dieser erfreulichen Wendung in der Kapelle leitet Anton Gro\u00df zu einem unerfreulichen Thema \u00fcber. Die Kritik der Musiker an Herrn Fischer will nicht verstummen, weshalb beschlossen wird, den Vertrag mit dem Dirigenten zu l\u00f6sen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Doch was nun folgt, ist schon sehr verwunderlich. An Stelle von Herrn Fischer tritt Herr Fischer. Der Vater \u00fcbernimmt das Amt von seinem Sohn. Herr Fischer wohnt in Ottersdorf und nimmt am 1. Mai seine Arbeit auf. Im gleichen Monat absolviert der neue Dirigent mit der Kapelle seinen ersten Auftritt beim Platzkonzert in Durmersheim.  <\/p>\n\n\n\n<p>Zum ersten Konzert l\u00e4dt die Musikkapelle am 6. Oktober die Einwohnerschaft von Ottersdorf ins Gasthaus \u201eZur Linde\u201c ein. Eindrucksvoll stellen die Musiker, unter der Leitung von Dirigent Fischer, ihr K\u00f6nnen unter Beweis. Mit diesem Erfolg geht das Jahr zu Ende.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1930<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weit \u00fcber die Dorfgrenzen hinaus wird das K\u00f6nnen der Ottersdorfer Musikkapelle bekannt, was zur Folge hat, dass von \u00fcberall her Einladungen eingehen. Eine solche Einladung f\u00fchrt die Musiker im Mai nach Ebersteinburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Heirat verliert die Musikkapelle in diesem Jahr zwei tragende S\u00e4ulen. Im August verl\u00e4sst Karl Seitz, der langj\u00e4hrige Bassist, die Kapelle. Ebenso verl\u00e4sst der 1. Vorsitzende Anton Gro\u00df im September Ottersdorf und damit die Musikkapelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 23. September treffen sich die Musiker zu einer au\u00dferordentlichen Mitgliederversammlung bei der es zwei Tagesordnungspunkte gibt: Neuwahlen und die Neubesetzung der Bassistenstelle. Die Neuwahlen bringen folgendes Ergebnis:<\/p>\n\n\n\n<p>1.Vorsitzender: Anton G\u00f6tz<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftf\u00fchrer: Franz Ruf<\/p>\n\n\n\n<p>Kassierer: Otto Frisch<\/p>\n\n\n\n<p>Kassenrevisoren: Leo Jung, Emil Stupfel<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Bassistenstelle ergibt sich auch eine L\u00f6sung. Wilhelm Jung \u00fcbernimmt den B-Bass und Egidius Jung den F-Bass. Als \u00dcbergang, bis die beiden Neuen in der Kapelle mitspielen k\u00f6nnen, kommt Franz Vorreiter aus Wintersdorf zur Aushilfe. Die Neubesetzung des B-Basses ist in zweierlei Hinsicht begr\u00fc\u00dfenswert: Erstens wird ein frischer Musiker gewonnen, zweitens flie\u00dfen 110 Rentenmark in die Kasse zur\u00fcck. Zu diesem Preis ist im August das Instrument von Karl Seitz gekauft worden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1931-1934<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schwere Zeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00fcrbar liegen die dunklen Schatten der Weltwirtschaftskrise \u00fcber Ottersdorf. Davon bleibt auch die Musikkapelle nicht verschont. Anfang des Jahres ist allen Musikern klar, dass die um sich greifende Geldnot so schnell nicht enden w\u00fcrde. Um die sowieso knappe Kasse zu schonen, werden die Musikproben von vier auf zwei im Monat reduziert. Damit spart die Kapelle die H\u00e4lfte des Dirigentengehalts. In den Folgejahren spitzt sich die finanzielle Lage der Musikkapelle immer mehr zu. Nur m\u00e4\u00dfig besuchte Sommerfeste haben zur Folge, dass auf die Weihnachtsfeier ganz verzichtet wird. Ebenfalls auf Besuche bei ausw\u00e4rtigen Kapellen muss verzichtet werden, weil die Musiker auch privat sparen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1935-1936<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach nahezu f\u00fcnf Jahren D\u00e4mmerzustand erwacht die Musikapelle im Jahr 1935 wieder zu neuem Leben. Mit neuer Kraft und altem Glanz wird das 10j\u00e4hrige Stiftungsfest gefeiert. Um 6 Uhr in der Fr\u00fche des 23. Juli 1935 zieht die Musikkapelle mit klingendem Spiel durch die Stra\u00dfen von Ottersdorf. An den Ortseing\u00e4ngen aufgebaute Triumphb\u00f6gen begr\u00fc\u00dfen die ausw\u00e4rtigen G\u00e4ste. Gegen 14 Uhr beginnt der Festzug durch die mit Fahnen geschm\u00fcckten Stra\u00dfen von Ottersdorf. Angef\u00fchrt wird der bunte Zug von den Festreitern Josef Schuler, Anton Ruf und Valentin Stupfel. Ihnen folgen die \u00f6rtlichen Vereine, sowie die Gastkapellen. Am Lindengarten, wo auch die gro\u00dfe Festb\u00fchne aufgebaut ist, endet der Festzug. Von dort aus verk\u00fcnden die vier Festdamen Elisabeth Jung, Hildegard D\u00fcrrmeier, Gertrud Lott und Elsa M\u00fcller ihren Prolog. Nach der Festrede von Anton G\u00f6tz geht es fr\u00f6hlich und vergn\u00fcgt bis in die sp\u00e4te Nacht weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1937<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Anton Lott (Vater von Adolf Lott), Leo G\u00f6tz, Hermann Lott, Eugen Gro\u00df und Emil Ruf bekommt die Musikkapelle im Fr\u00fchjahr Verst\u00e4rkung. Von diesen jungen Musikern leben Emil Ruf und Anton Lott noch bis 2001 in Ottersdorf. Aus Altersgr\u00fcnden legt Herr Fischer sen. nach acht Jahren im September seinen Taktstock nieder. Ihm folgt im November Herr Hagenbruch, \u00fcber den es jedoch keine weiteren Angaben in den Niederschriften des Musikvereins gab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1938<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Sommer unternimmt die Musikkapelle ihren ersten Ausflug mit dem Bus in den Schwarzwald.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1939<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anton G\u00f6tz teilt der Generalversammlung am 4. Februar mit, dass er das Amt des ersten Vorsitzenden aus beruflichen Gr\u00fcnden nicht mehr weiterf\u00fchren k\u00f6nne. Die darauf folgenden Neuwahlen bringen nachfolgende Vorstandschaft:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Vorsitzender: Franz Ruf<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftf\u00fchrer: Anton Jung<\/p>\n\n\n\n<p>Kassierer: Otto Frisch<\/p>\n\n\n\n<p>Notenwart: Anton Lott<\/p>\n\n\n\n<p>Im Juni des Jahres wird das Musikfest zum ersten Mal am Dreschmaschinenschuppen (Areal Schaaf, neben dem Sportplatz) abgehalten. Nur wenige Wochen nach dem Fest verl\u00e4sst Herr Hagenbruch die Musikkapelle und Hauptlehrer Wettemann tritt im Juli die Stelle als Dirigent an. Unter der Leitung von Herrn Wettemann gibt es nur einen \u00f6ffentlichen Auftritt. Am 3. September spielt die Musikkapelle zum Kirchenpatrozinium das letzte Mal vor dem Kriegsende in der \u00d6ffentlichkeit. Vier Wochen nach Ausbruch des 2. Weltkrieges treffen sich die Musiker zu einer au\u00dferordentlichen Sitzung im Gasthaus \u201eZur Linde\u201c. In deren Verlauf wird beschlossen, den Probenbetrieb einzustellen, denn die meisten Musiker sind oder werden noch zum Milit\u00e4rdienst eingezogen. Weil niemand wei\u00df wie alles endet, wird das vorhandene Geld aus der Musikerkasse zu gleichen Teilen an die anwesenden Musiker ausbezahlt. Die Protokollb\u00fccher und Kassenb\u00fccher werden ins Bergungsgebiet nach K\u00fcnzelsau gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1940-1946<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kriegsbedingt sind keine Aufzeichnungen vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1947<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Sommer wollen Anton Jung, Karl Zeitvogel, Hermann Lott, Leo Jung und Ludwig Gro\u00df die Musikkapelle wieder aufleben lassen. Nur der Wille allein gen\u00fcgt nicht. Nach der Verordnung Nr. 22 vom 12.12.1945 der franz\u00f6sischen Milit\u00e4rverwaltung ist es n\u00f6tig, einen schriftlichen Antrag zu stellen. In diesem Antrag muss der Sinn und Zweck des zu gr\u00fcndenden Vereins angegeben sein. Zus\u00e4tzlich muss eine schriftliche Satzung in vierfacher Ausf\u00fchrung, einmal deutsch und dreimal in franz\u00f6sischer Sprache eingereicht werden. Au\u00dferdem muss jeder von den f\u00fcnf Unterzeichnern ein politisches Unbedenklichkeitszeugnis vorlegen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1948<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 3. Mai sind endlich alle Unterlagen beisammen und k\u00f6nnen nun beim \u201eGouverment Militaire en Allemagne Zone France\u201c abgegeben werden. Im Gasthaus \u201eZum Gr\u00fcnen Baum\u201c in Ottersdorf wird am 29.05. die Gr\u00fcndungssitzung abgehalten. Die Wahlen der Vorstandschaft bringen folgendes Ergebnis:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Vorsitzender: Anton Jung<\/p>\n\n\n\n<p>2. Vorsitzender: Leo Jung<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftf\u00fchrer:&nbsp; Hermann Lott<\/p>\n\n\n\n<p>Kassierer: Ludwig Gro\u00df<\/p>\n\n\n\n<p>Beisitzer: Karl Zeitvogel<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist mitten im Sommer, als ein Schreiben der franz\u00f6sischen Milit\u00e4rverwaltung mit folgendem Inhalt auf dem Rathaus in Ottersdorf eingeht: \u201eZufolge der \u00dcbersendung der Gr\u00fcndungsunterlagen des Musikvereins Ottersdorf genehmige ich letzterem seine endg\u00fcltige T\u00e4tigkeit auszu\u00fcben.\u201c Mit diesem Schreiben werden auch die Genehmigungsurkunde sowie die Satzung \u00fcbersandt. Der Neuanfang ist geschafft.  <\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Amtshandlung des neuen 1. Vorsitzenden ist es, der verstorbenen Musikerkameraden zu gedenken. Denn Anton G\u00f6tz, Christian Uhrig, Adolf Stupfel und Emil Stupfel sind aus dem Krieg nicht heimgekehrt. Gleichfalls fehlen noch Franz Ruf und Emil Ruf in der Musikerrunde, denn sie befinden sich noch in russischer Gefangenschaft.  <\/p>\n\n\n\n<p>In Walter Graf, einem Berufsmusiker aus Rastatt, findet die Kapelle ihren neuen Dirigenten. Dieser Mann \u00fcbernimmt das Amt aus Liebe zur Blasmusik und Freude am Musizieren und f\u00fchrt die Kapelle unentgeltlich. Die Gemeinde stellt den Musikern ein Klassenzimmer zum Proben zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1949<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Franz Ruf kehrt im Lauf des Jahres aus russischer Gefangenschaft nach Ottersdorf zur\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Oktober \u00fcbergibt Anton Jung das Amt des ersten Vorsitzenden an Franz Ruf. Mit Franz Ruf an der Spitze des jungen Musikvereins beginnen die Planungen zum 25j\u00e4hrigen Stiftungsfest. Genau zu diesem Zeitpunkt teilt Walter Graf mit, dass er aus beruflichen Gr\u00fcnden nicht l\u00e4nger Dirigent in Ottersdorf bleiben kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1950<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im April \u00fcbernimmt Alfred Exner die Direktion. Nachdem ein neuer Dirigent seine Arbeit aufgenommen hat, tritt der Musikverein im Juni dem Mittelbadischen Musikverband bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem 5., 6. und 7. August sind die Tage des 25j\u00e4hrigen Stiftungsfestes gekommen. Das gro\u00dfe Fest wird am Samstagabend mit einem Fackelzug durch Ottersdorf er\u00f6ffnet. Dieser endet am Gasthaus \u201eZur Linde\u201c, wo im Saal das Festbankett stattfindet. Mit einem Festgottesdienst geht es am Sonntagmorgen weiter. Der am Nachmittag folgende Festumzug und das anschlie\u00dfende Freundschaftsspielen der umliegenden Musikvereine bleiben der Ottersdorfer Einwohnerschaft noch lange in guter Erinnerung. Fazit des Festes: Es ist rundherum ein voller Erfolg. Die Durchf\u00fchrung des 25j\u00e4hrigen Stiftungsfestes hat gezeigt, dass es notwendig ist, die aktiven Musiker durch passive Mitglieder zu erg\u00e4nzen. Dieses Vorhaben wird in die Tat umgesetzt. Am 5. November wird eine au\u00dferordentliche Mitgliederversammlung in die Linde einberufen. Den aktiven Musikern und den seit September eingetretenen passiven Mitgliedern wird die neue Satzung vorgelesen und zur Beschlussfassung vorgeschlagen. In dieser steht, dass der Name nun nicht mehr Musikkapelle sondern Musikverein Ottersdorf (MVO) lautet. Gleichzeitig wird Stefan Knebel als erstes passives Mitglied 1. Vorsitzender des MVO.  <\/p>\n\n\n\n<p>Schon w\u00e4hrend der Festtage im August sind die Musiker mit der Arbeit von Herrn Exner nicht mehr einverstanden. Durch ein zuf\u00e4lliges Gespr\u00e4ch mit dem Dirigenten der Stadtkapelle Rastatt, Herrn Ellbogen, erf\u00e4hrt die Vorstandschaft, dass dessen Schwiegersohn gerne bereit w\u00e4re, eine Blasmusikkapelle zu dirigieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1951<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Mai \u00fcbernimmt der in Baden-Oos lebende Schullehrer Hans Weyrauch das Amt von Herrn Exner und wird Dirigent in Ottersdorf. Mit Herrn Weyrauch an der Spitze der Musikkapelle beginnt eine neue \u00c4ra. Mit seiner ruhigen Art schafft er ein Klima in der Kapelle, bei dem musikalische Erfolge wachsen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1952<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Jahr ist vergangen seit Dirigent Weyrauch die Otterdorfer Musikkapelle leitet, als in Rastatt ein Verbandsmusikfest mit Wertungsspielen stattfindet. Auch die Musiker aus Ottersdorf nehmen daran teil. Die Note \u201esehr gut bis vorz\u00fcglich\u201c l\u00e4sst das Jahr f\u00fcr den MVO zum erfolgreichsten seit der Neugr\u00fcndung werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1953<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Finanzierung der Ausgaben werden Sommerfeste sowie Tanzveranstaltung und Platzkonzerte durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1954<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um den Verein auch in finanziellen und rechtlichen Dingen abzusichern, entschlie\u00dft sich die Verwaltung um Stefan Knebel, den Eintrag in das Vereinsregister zu beantragen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1955<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Eintrag erfolgt am 25. M\u00e4rz. Somit ist der MVO auch juristisch abgesichert und berechtigt, die Bezeichnung \u201ee. V.\u201c zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachtet man die sieben bis acht Jahre seit der Neugr\u00fcndung, kann man feststellen, dass der Musikverein in allen Bereichen zielstrebig nach vorne gegangen ist. Deshalb soll hier erw\u00e4hnt sein, dass in dieser Zeit 13 neue und zwei gebrauchte Musikinstrumente angeschafft wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1956<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um die Noten sauber und pfleglich aufzubewahren, gibt es einen neuen Notenschrank. Alles in allem bedeutet dies Ausgaben in H\u00f6he von 2812,40 DM. Dass es schon au\u00dfergew\u00f6hnliche Ma\u00dfnahmen erfordert, um solche Geldbetr\u00e4ge aufzubringen, zeigen folgende Aufzeichnungen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Zum Preis von 1000,- DM soll ein neuer B-Bass gekauft werden. In dieser H\u00f6he sind aber keine Geldmittel vorhanden. So wird am 2. 4., ein Ostermontag, eine Stra\u00dfensammlung durchgef\u00fchrt. Die Musikkapelle zieht mit klingendem Spiel durch die Stra\u00dfen von Ottersdorf, w\u00e4hrend die Vorstandschaft Geld an den T\u00fcren sammelt. Das Tagesergebnis \u00fcbertrifft alle Erwartungen. Es kommen 655,20 DM zusammen. Nun steht dem neuen B-Bass nichts mehr im Weg. Diese Anstrengungen werden auch wieder mit Erfolg belohnt. Im Sommer erzielt die Musikkapelle mit ihrem Dirigenten, Hans Weyrauch, beim Wertungsspielen auf dem Verbandsmusikfest in Bietigheim die Note \u201eVorz\u00fcglich\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Theaterst\u00fcck \u201eDie Glockenhofb\u00e4uerin\u201c wartet auch eine Laienspielgruppe des Musikvereins auf. Eine Aktivit\u00e4t des Musikvereins die bis in die sp\u00e4ten 60er Jahre besteht und viel Freude bringt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1957<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 3. 2. l\u00e4dt der Musikverein zur ordentlichen Mitgliederversammlung. Neuwahlen der Vorstandschaft stehen an. Stefan Knebel \u00fcbergibt das Amt des 1. Vorsitzenden an seinen Stellvertreter Hermann Waschewsky. Einer, der bis dahin noch nichts mit dem Musikverein zu tun hat, wird 2. Vorsitzender: Martin Jung. Neu dazu kommt auch Otto Butz als Kassierer.  <\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Die Musik soll uns verbinden &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>Die neu gew\u00e4hlte Vorstandschaft geht daran, das Erarbeitete zu festigen und zu erhalten. Ein besonderes Augenmerk gilt den Finanzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1958<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Deswegen werden die geselligen Veranstaltungen wie Maskenball, Konzert oder Sommerfest sehr sorgsam geplant und durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1959<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ende der f\u00fcnfziger Jahre beginnen die Musikkapellen landauf, landab sich einheitlich zu kleiden. Auch die Vorstandschaft um Hermann Waschewsky denkt \u00fcber die Anschaffung von Uniformen nach. Allerdings st\u00f6\u00dft dieses Vorhaben bei den aktiven Musikern auf breite Ablehnung. Das Thema Uniformen wird zum Reizthema, denn noch immer verbinden die M\u00e4nner das Wort Uniform mit Milit\u00e4r und Krieg, den alle hautnah miterlebt haben. Lange emotionsgeladene Diskussionen sind vonn\u00f6ten, um die Zweifel zu zerstreuen. Zuletzt siegt die Einsicht, sich nicht gegen den Zeitgeist zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1960<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Ottersdorfer Schneider Josef M\u00fcller, sp\u00e4terer Schwiegervater von Reinhold Philipp, der von 1995 bis 2001 1. Vorsitzender ist, nimmt die ben\u00f6tigten Ma\u00dfe im Gasthaus \u201eZur Linde\u201c bei den Musikern ab. Angefertigt werden die Uniformen bei der Firma Hilbert in Rastatt. Noch in diesem Jahr zeigt sich die Musikkapelle der \u00d6ffentlichkeit in ihren schmucken Uniformen. Das 1927 Angedachte wird nach 33 Jahren Wirklichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1961<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hermann Waschewsky legt nach vier Jahren das Amt des 1. Vorsitzenden in der ordentlichen Mitgliederversammlung am 4. 3. nieder. Martin Jung wird sein Nachfolger und Willi Bartel sein Stellvertreter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1962<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ihren traditionellen Maiausflug f\u00fchrt die Musikkapelle \u00fcber den Rhein ins benachbarte Elsass. Als man dort in einem Wirtshausgarten in der N\u00e4he von Seltz beim fr\u00f6hlichen Musizieren zusammensitzt, spricht ein Unbekannter die lustige Runde an. Aus dem Gespr\u00e4ch heraus ergibt sich, dass es Herr Spangenberger, Dirigent der Kapelle Seltz, ist. Letztendlich werden unsere Musiker zum Spielen auf dem Sommerfest eingeladen. Damit wird der Grundstein f\u00fcr eine jahrzehntelange Freundschaft gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Motto \u201eOttersdorf singt und musiziert\u201c veranstalten der MVO und der Gesangverein am 18.5. in der Festhalle einen Konzert- und Liederabend. Unter der Gesamtleitung von Kapellmeister Hans Weyrauch und Chorleiter Wolfgang Mauderer (Vater unseres sp\u00e4teren Dirigenten Markus Mauderer) ernten die Musikkapelle, der Gesangverein, ein Kinderchor und der Kirchenchor einen reichen und verdienten Beifall.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1965<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vom 19.\u2013 21. 6. werden die Feierlichkeiten anl\u00e4sslich des 40j\u00e4hrigen Bestehens, unter gro\u00dfem Zuspruch der Bev\u00f6lkerung, abgehalten. Ein Glanzlicht bei den Feierlichkeiten am Festgottesdienst ist die Auff\u00fchrung der deutschen Messe von Franz Schubert, die heute noch in Teilen gespielt wird.  <\/p>\n\n\n\n<p>Mit 31 aktiven Musikern unter der Stabf\u00fchrung von Herrn Weyrauch beteiligt sich der MVO am Verbandsmusikfest in Ottenau am 4. Juli. Beim Wertungsspielen und -marschieren erh\u00e4lt der Musikverein gute bis sehr gute Kritiken. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Weihnachtsfeier fasst der Vorsitzende Martin Jung in seiner Ansprache das Jahr so zusammen: \u201eEs war ein gutes und erfolgreiches Jahr und wir wollen so weiter machen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1966-1969<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Worte muss sich Hans Weyrauch besonders eingepr\u00e4gt haben. Mit nicht nachlassender Tatkraft f\u00fchrt er die Musikkapelle zu immer gr\u00f6\u00dferen musikalischen Leistungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1970<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dies stellt Herr Weyrauch mit seinen Musikern auch beim Verbandsmusikfest vom 6.\u20138. Juni ganz deutlich heraus. Beim Gro\u00dfkonzert im Schlosshof in Rastatt, bei dem 10 Kapellen zusammen spielen, ist auch der MVO dabei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1971<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Otto Wietfeld st\u00f6\u00dft ein Ausnahmemusiker zum Musikverein. Er wohnt zwar in Meckenbeuren am Bodensee, doch ist er durch seine Heirat mit einer Ottersdorferin sehr mit unserem Ort verbunden und findet immer wieder den Weg zu den hiesigen Musikern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1972<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein gemeinsames Konzert mit der Stadtkapelle Rastatt, er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit, sein K\u00f6nnen der Allgemeinheit darzubringen. Bei dem Musikst\u00fcck \u201eErinnerungen an Zirkus Renz\u201c spielt Otto Wietfeld die Solostimme am Xylophon. Der Applaus in der vollbesetzten Festhalle Ottersdorf will nach diesem H\u00f6hepunkt fast kein Ende nehmen. Der gemeinsam von den Musikern der Stadtkapelle und derer aus Ottersdorf gespielte Marsch \u201eMilit\u00e4r-Escort\u201c beschlie\u00dft das Konzert w\u00fcrdig.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Besuch des Weinfestes in Meckenbeuren von Ottersdorfer Musikern im Rahmen eines privaten Ausfluges, bringt den ersten Kontakt zu einigen Musikern aus Ettenkirch (Stadtteil von Friedrichshafen) am Bodensee, dessen Dirigent Otto Wietfeld ist. Der erste Kontakt ist gekn\u00fcpft.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>1973<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf Anregung von Herrn Wietfeld wird unsere Musikkapelle an den Bodensee eingeladen, weil der Musikverein Ettenkirch sein 90j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feiert. Am 28. Juli kann Franz Amann, der 1. Vorsitzende von Ettenkirch, 52 Ottersdorfer begr\u00fc\u00dfen und eine sehr lange und gute Freundschaft hat begonnen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Aus Altersgr\u00fcnden verl\u00e4sst im Sp\u00e4tsommer Hans Weyrauch, ein sehr gesch\u00e4tzter und verdienter Dirigent, nach 22 Jahren den MVO. Die Verwaltung um Martin Jung verpflichtet noch im Herbst Helmut B\u00f6cker als Nachfolger. Den Ausschlag zur Anstellung von Herrn B\u00f6cker gibt die Empfehlung von Herrn Ossikus, einem Bassisten-Ausbilder, der zu dieser Zeit gerade f\u00fcr den Musikverein t\u00e4tig ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1974<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf Initiative von Helmut B\u00f6cker erh\u00e4lt der MVO die Gelegenheit, am 23.6. in Freiburg vor dem M\u00fcnster ein Platzkonzert zu geben. Das Konzert dauert von 11-13 Uhr. Am Nachmittag bringt der Bus die Musiker und alle Mitgereisten ins Glottertal. Bei Glottert\u00e4ler Wein und gutem Essen im Gasthaus \u201eZum Schwarzen Adler\u201c wird die Musikerkameradschaft gepflegt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1975<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des 50j\u00e4hrigen Bestehens des MVO. Da auch der Gesangverein Freundschaft im selben Jahr sein 75j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feiert, wird von den Vorstandschaften um Rudolf Dilger und Martin Jung beschlossen, dass es ein Doppeljubil\u00e4um geben sollte. Als Termin werden die Wochenenden vom 13. bis 23. Juni festgelegt. Zw\u00f6lf Gastkapellen und 19 befreundete Gesangvereine nehmen an diesem Fest teil. Eine der Gastkapellen ist der Musikverein Ettenkirch mit dem Dirigenten Otto Wietfeld. Es ist der erste Besuch der Musikanten vom Bodensee in Ottersdorf. Beim Jubil\u00e4umskonzert des MVO wird Otto Wietfeld aus Meckenbeuren zum Ehrendirigenten des MVO ernannt.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>1976<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach 16 Jahren als 1. Vorsitzender des Musikvereins tritt Martin Jung bei der au\u00dferordentlichen Mitgliederversammlung am 29. August von seinem Amt zur\u00fcck. Adolf Becker f\u00fchrt kommissarisch die Amtsgesch\u00e4fte bis zur n\u00e4chsten ordentlichen Mitgliederversammlung weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1977<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Mitgliederversammlung am 15. Januar wird Wolfgang Kilian zum neuen 1. Vorsitzenden gew\u00e4hlt. Adolf Becker bleibt Stellvertreter. Noch einen Wechsel gibt es in dieser Versammlung. Josef St\u00fcber, seit 26 Jahren Schriftf\u00fchrer, stellt sich nicht mehr zur Wahl. Werner Hermann \u00fcbernimmt seinen Posten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte des Jahres klagen die Musiker bei der Vorstandschaft \u00fcber mangelnde Disziplin bei den Proben und dar\u00fcber, dass das musikalische Niveau immer weiter absinken w\u00fcrde. Aufgrund der Aussagen der Aktiven trennt sich der MVO von Helmut B\u00f6cker.  <\/p>\n\n\n\n<p>Auf Anraten von Christian M\u00fcller aus Plittersdorf, damaliger Bezirksvorsitzender der Bezirksgruppe Hardt im Blasmusikverband Mittelbaden, wird Richard Merz aus Au am Rhein neuer Dirigent beim Musikverein. Herr Merz ist zu dieser Zeit Bezirksdirigent und somit kein Unbekannter im Bezirk. Bereits nach kurzer Zeit als Dirigent regt Herr Merz die Vorstandschaft an, eine Jugendwerbung durchzuf\u00fchren. Mit dieser Werbeaktion beginnt eine neue Zeit der Jugendausbildung und -f\u00f6rderung. Jetzt ist auch der Zugang von M\u00e4dchen in den Verein offen. Als n\u00e4chstes wird die Art der Ausbildung ge\u00e4ndert. Sind es bisher die aktiven Musiker des Vereins und der Dirigent, die die Z\u00f6glinge ausbilden, so werden nun professionelle Ausbilder hinzugezogen. So zum Beispiel Herr Professor Rettig, der \u00fcber 20 Jahre f\u00fcr die Klarinettenausbildung verantwortlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Zweitagesausflug f\u00fchrt in die Main- und Tauberregion, wo es f\u00fcr die Teilnehmer in W\u00fcrzburg, Miltenberg, Rottenburg und anderen Orten viel zu besichtigen gab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1978<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trotz aller Erfolge der Musikkapelle legt Wolfgang Kilian in der ordentlichen Mitgliederversammlung sein Amt nieder. Ihm folgt Adolf Becker als neuer 1. Vorsitzender. Heinz Mattes wird sein Stellvertreter. Da Adolf Becker als langj\u00e4hriger 2. Vorsitzender mit der F\u00fchrung des Vereins vertraut ist, gibt es auch nach dem Wechsel keinen Stillstand in der Verwaltung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1979<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der schon l\u00e4nger gefasste Gedanke, f\u00fcr die \u00fcber 25 Jahre alten Uniformen Ersatz zu beschaffen, wird realisiert. Die heutigen Uniformen werden \u00fcber die Firma Negele in T\u00fcbingen angeschafft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1980<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Feierstunde im Kurhaus von Baden-Baden erntet der MVO im M\u00e4rz die ersten Fr\u00fcchte seiner Jugendarbeit. Alle 15 angemeldeten Z\u00f6glinge bestehen die Pr\u00fcfung f\u00fcr das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze. Damit sieht sich die Vorstandschaft von Adolf Becker best\u00e4tigt, den richtigen Weg bei der Jugendarbeit gegangen zu sein. Noch viele Male sollte bei einer solchen Feierstunde der Name MVO in Verbindung mit einem zu ehrenden Jugendlichen genannt werden. Aber nicht nur das Leistungsabzeichen in Bronze, sondern auch in Silber und Gold werden im Lauf der Jahre an junge Musiker aus Ottersdorf verliehen. All diese jungen Menschen tragen dazu bei, dem Namen MVO einen guten Klang zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1982<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Heimattagen ist es m\u00f6glich zu zeigen, wie wirkungsvoll eine kluge Jugendarbeit ist. Ob beim Festabend, dem Festgottesdienst sowie beim gesamten Fest stellen die Musiker ihr K\u00f6nnen unter Beweis. Eindrucksvoll marschiert die Musikkapelle am historischen Umzug mit. 47 Musikerinnen und Musiker aller Altersschichten defilieren an den Zuschauern vorbei. An ihrer Spitze Richard Merz, der geistige Vater des Ganzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einer der gr\u00f6\u00dften Erfolge unter der Leitung von Richard Merz ist die Teilnahme am Wertungsspiel in \u00d6tigheim.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1985<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der ordentlichen Mitgliederversammlung wird Adolf Lott zum Kassierer gew\u00e4hlt, nachdem Wilfried Jung nach Jahren seinen Posten zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem St\u00fcck vom \u201eGuten Kameraden\u201c und einem ehrenden Nachruf des Vorsitzenden Adolf Becker, geleitet der MVO seinen ehemaligen 1. Vorsitzenden, Hermann Waschewsky, zur letzten Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1987<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach neun Jahren als 1. Vorsitzender \u00fcbergibt Adolf Becker sein Amt an Adolf Lott. Dennoch bleibt Adolf Becker dem MVO als Ehrenvorsitzender verbunden. Adolf Lott \u00fcbernimmt als erster aktiver Musiker seit 1950 das Amt des 1. Vorsitzenden. Zum Stellvertreter wird Thomas Wendel gew\u00e4hlt und Ullrich Mecking r\u00fcckt auf den Posten des Kassierers. Unter der Vereinsleitung von Adolf Lott, der gute Erfahrung in der Jugendarbeit, als Notenwart und Kassierer mitbringt, werden folgende Schwerpunkte gesetzt: Der weitere Ausbau und die Weiterentwicklung der Jugendarbeit, die Pflege der Harmonie in der Kapelle sowie die Stabilisierung der finanziellen Lage des Vereins.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch im selben Jahr nimmt Adolf Lott nach l\u00e4ngerer Pause wieder Kontakt zum Musikverein Ettenkirch auf, um die Musiker wieder nach Ottersdorf einzuladen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1988<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zwei sch\u00f6ne Ausflugstage verbringen die Aktiven und die Verwaltungsmitglieder im Rheinland und am Mittelrhein. Eine Schifffahrt auf dem Rhein und Besuche in Koblenz, St. Goar und anderen Orten, sowie ein Unterhaltungsabend runden das Programm ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sch\u00f6nes Fest am Sportplatz mit den Freunden aus Ettenkirch bringt nicht nur viel Freude sondern auch gutes Geld in die Kasse, was zur Jugendausbildung und Instrumentenbeschaffung dringend notwendig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Konzerte im Herbst oder vor Weihnachten immer Stress und Hektik bringen, schl\u00e4gt die Vorstandschaft um Adolf Lott vor, ein Fr\u00fchlingskonzert zu veranstalten. Dieser Vorschlag findet nach anf\u00e4nglicher Skepsis bei Dirigent Merz und den Musikern gro\u00dfe Zustimmung und so wird f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr das erste Fr\u00fchlingskonzert geplant.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem treten noch erstmals die Vorsitzenden der sieben Rastatter Musikvereine zusammen um Termine, Zusch\u00fcsse und die Jugendausbildung neu zu besprechen. Ein langer Weg wird angetreten und welches Ergebnis er bringt, ist noch ungewiss.<\/p>\n\n\n\n<p>Als erster Ottersdorfer Musiker absolviert Markus Mauderer den Dirigentenkurs C3 mit Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1989<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der ordentlichen Mitgliederversammlung wird die Vorstandschaft von und mit Adolf Lott neu zusammengestellt. Mit dem R\u00fccktritt von Thomas Wendel als 2. Vorsitzenden und Werner Hermann als langj\u00e4hriger Schriftf\u00fchrer m\u00fcssen gleich mehrere wichtige Stellen neu besetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Neuwahlen bringen folgendes Ergebnis:<\/p>\n\n\n\n<p>2. Vorsitzender: Reinhold Philipp<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftf\u00fchrer: Wolfgang Kilian<\/p>\n\n\n\n<p>Vizedirigent: Markus Mauderer<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste Fr\u00fchlingskonzert des MVO in der Festhalle wird ein voller Erfolg und bringt auch noch St\u00fccke mit sich, die auch auf den Festen gespielt werden k\u00f6nnen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gegenbesuch der Musiker beim Weinfest in Waldulm, bringt Vorstand Adolf Lott und Dirigent Merz ins Gespr\u00e4ch mit Dirigent Walter Tuschla und Vorstand Paul Volz von den \u201eOriginal Burg Windeck Musikanten\u201c aus Ottersweier. Ein neuer Kontakt wird gekn\u00fcpft, der viele sch\u00f6ne Stunden bringt und heute noch Bestand hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1990<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Fr\u00fchlingskonzert wird fortan als Stuhlkonzert mit Bewirtung nur in der Pause und danach durchgef\u00fchrt. Somit wird daf\u00fcr gesorgt, dass sich die Zuh\u00f6rer auf die musikalische Leistung konzentrieren k\u00f6nnen und die Arbeit von Musikern und Dirigent nicht durch den Ger\u00e4uschpegel der Bewirtung gest\u00f6rt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr des Jahres stirbt das Gr\u00fcndungsmitglied und ehemaliger 1. Vorsitzender sowie langj\u00e4hriger Vizedirigent Franz Ruf. Mit Hugo Lott verstirbt viel zu fr\u00fch ein noch aktiver Musiker. Beide werden von der Musikkapelle zu ihrer letzten Ruhe begleitet und vom Vorsitzenden Adolf Lott mit einem Nachruf geehrt.  <\/p>\n\n\n\n<p>Eine herausragende Veranstaltung in wirtschaftlicher Hinsicht, ist am 9. Juni die Bewirtschaftung der Abschlussveranstaltung des \u201eDr. Herbert Quandt Fu\u00dfballturniers\u201c der Firma Berga in Rastatt. Dank unseres Verwaltungsmitgliedes Walter Gro\u00df wird dem Musikverein die Bewirtung \u00fcbertragen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Wegen Meinungsverschiedenheiten unter den Musikern verl\u00e4sst Richard Merz nach 13 Jahren erfolgreicher Dirigentent\u00e4tigkeit den MVO.  <\/p>\n\n\n\n<p>Markus Mauderer tritt im Herbst seine Nachfolge an. Damit wird erstmalig in der Vereinsgeschichte ein Musiker aus den eigenen Reihen Dirigent des MVO. Markus Mauderer ist mit 21 Jahren der j\u00fcngste Dirigent im Blasmusikverband Mittelbaden.  <\/p>\n\n\n\n<p>Erstmals in der Vereinsgeschichte betreut der Musikverein im Rahmen des \u201eEurotreffs Musik\u201c in Rastatt junge S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger des Brahms-Chores in Tallin\/Estland.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstmals in diesem Jahr f\u00fchrt der Musikverein eine Jugendwerbung in der Grundschule durch. Ein neuer Weg wird beschritten, um so die Blasmusik den Kindern nahe zu bringen und neue Musiker zu werben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1991<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr erlebt die Musikkapelle unter der neuen Leitung ihre Feuertaufe beim Fr\u00fchlingskonzert in der Festhalle. Im Rahmen dieser erfolgreichen Veranstaltung wird Ludwig Gro\u00df f\u00fcr 50 Jahre aktives Musizieren mit der gro\u00dfen goldenen Verbandsehrennadel ausgezeichnet. Es ist das erste Mal, dass eine solche Ehrung f\u00fcr einen Ottersdorfer Musiker vorgenommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1992<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die langen und vielen Gespr\u00e4che der Rastatter Musikvereine mit der Stadt Rastatt haben sich gelohnt. Unter dem neuen Oberb\u00fcrgemeister Herrn Walker hat die Stadt Rastatt Zuschussrichtlinien erstellt, mit denen die Vereine im Bereich Instrumente und Jugendausbildung finanziell besser abgesichert sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sommer l\u00e4dt der MVO zum ersten Heckenfest unter den Platanen ein. Das erste Fest in Ottersdorf, das an einem Donnerstagabend unter freiem Himmel abgehalten wird. Trotz gro\u00dfer Skepsis, die gegen\u00fcber Adolf Lott und seiner Vorstandschaft ge\u00e4u\u00dfert wird, ist das Fest ein voller Erfolg und erfreut sich heute noch gro\u00dfer Beliebtheit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1994<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Silke Gro\u00df (heute Juschus) und Rainer Ernst absolvieren zwei weitere Musiker aus Ottersdorf den Dirigentenlehrgang C3 mit Erfolg. Mit Unterst\u00fctzung und Zustimmung der Vorstandschaft ruft Rainer Ernst die erste Jugendkapelle des MVO ins Leben. Noch im selben Jahr hat die Jugendkapelle ihren ersten Auftritt bei der Mitgliederversammlung der Volksbank Rastatt in Ottersdorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der 1000-Jahrfeier unseres Stadtteils ist nicht nur die Musikkapelle im Einsatz. Mitglieder der Vorstandschaft sind in verschiedenen Aussch\u00fcssen zur Vorbereitung der Feierlichkeiten engagiert. Mit einem Umzugswagen und der Gestaltung eines Programmpunktes am \u201eBunten Abend\u201c beteiligt sich der MVO ebenfalls an den Feierlichkeiten. Nicht zu vergessen sind auch die Helfer hinter den Theken und an sonstigen Stellen, die aus den Reihen des Musikvereins kommen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Durch den Wechsel der P\u00e4chter im Gasthaus \u201eZur Linde\u201c und den vorgenommenen baulichen Ver\u00e4nderungen wird das Proben dort unm\u00f6glich. Damit geht dieses Jahr eine lange Tradition zu Ende. Zugleich steht der Musikverein vor der Frage, wie es nun weitergehen soll. Weil man schon \u00fcbergangsm\u00e4\u00dfig im katholischen Pfarrgemeindehaus geprobt hat, fragt die Vorstandschaft bei Herrn Pfarrer Storff an, ob aus der \u00dcbergangsl\u00f6sung nicht ein Dauerzustand werden k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1995<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das katholische Pfarrgemeindehaus ist nun das Probelokal des Musikvereins.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ordentliche Mitgliederversammlung 1995 ist die erste im neuen Probelokal und zugleich die letzte f\u00fcr Adolf Lott als 1. Vorsitzender. Er stellt sich nach acht Jahren nicht mehr als Vorsitzender zur Verf\u00fcgung. Zum neuen 1. Vorsitzenden wird Reinhold Philipp gew\u00e4hlt und Jochen Jung wird sein Stellvertreter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1996<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Tod von Adolf Becker verliert der Verein seinen Ehrenvorsitzenden und langj\u00e4hrigen 1. Vorsitzenden. Im Nachruf w\u00fcrdigt Reinhold Philipp seine Verdienste und die Musiker danken auf musikalische Weise.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1997<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit Reinhold Philipp den Verein f\u00fchrt, wird eine Blockfl\u00f6tengruppe aufgebaut. Gleichfalls kann eine Z\u00f6glingskapelle im Musikverein integriert werden, die unter der Leitung von Rainer Ernst steht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1998<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wird mit Silke Juschus eine Frau Vizedirigentin beim MVO.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1999<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim \u201eEurotreff Musik\u201c im September in Rastatt betreuen wir gemeinsam mit Gesangverein und Kirchenchor die Jugendblaskapelle aus G\u00f6d\u00f6ll\u00f6 in Ungarn. Nicht nur, dass wir Ottersdorfer ein besonderes Lob f\u00fcr die gute Betreuung erhalten, nein, auch ein besonderes Konzert mit dem M\u00e4dchenchor Drushna Pessen und den Jugendkapellen G\u00f6d\u00f6ll\u00f6 und Elchingen bei Ulm\/Donau bieten einen besonderen musikalischen Leckerbissen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2000<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr des 75j\u00e4hrigen Bestehens hat die Kapelle 37 aktive Musiker, 42 Z\u00f6glinge befinden sich in Ausbildung und insgesamt sind es \u00fcber 300 Mitglieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Jubeljahr wird gemeinsam mit dem Gesangverein, der sein 100j\u00e4hriges Bestehen hat, geb\u00fchrend gefeiert. Folgende Feierlichkeiten finden im Verlauf des Jahres statt:<\/p>\n\n\n\n<p>24. Juni, Festbankett beider Jubelvereine in der Festhalle.<\/p>\n\n\n\n<p>22. Juli, \u00f6kumenischer Festgottesdienst in unserer Pfarrkirche mit anschlie\u00dfender Totengedenkfeier.<\/p>\n\n\n\n<p>28.\u201331. Juli, gemeinsames Jubelfest mit Umzug und gro\u00dfem Unterhaltungsprogramm.<\/p>\n\n\n\n<p>22. Oktober, Teilnahme am Bezirkskonzert in Iffezheim.<\/p>\n\n\n\n<p>19. November, Kirchenkonzert des Musikvereins in unserer Pfarrkirche.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr verstirbt unser Ehrendirigent Hans Weyrauch im Alter von \u00fcber 90 Jahren. Die Musikkapelle gedenkt seiner und anderen Mitgliedern im November durch die Mitgestaltung eines Gottesdienstes in der evangelischen Kirche in Baden-Baden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2001<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Anton Lott und Emil Ruf sind in diesem Jahr die letzten zwei Musiker verstorben, die in den 30er Jahren zur Musik kamen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung am 24. M\u00e4rz stellen der erste Vorsitzende Reinhold Philipp und sein Stellvertreter Jochen Jung, sowie zwei passive Verwaltungsmitglieder ihre \u00c4mter zur Verf\u00fcgung. Mit Alwin F\u00fctterer wird wieder ein aktiver Musiker zum ersten Vorsitzenden gew\u00e4hlt. Sein Stellvertreter wird Herbert Gro\u00df, Kassiererin Helga Kilian und Schriftf\u00fchrer weiterhin Wolfgang Kilian.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom 30. Juli\u20131. August findet wieder ein Besuch bei unseren Freunden in Ettenkirch statt, der bei allen Musikern in sch\u00f6ner Erinnerung bleiben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstmals in der Vereinsgeschichte tritt der MVO unter \u201ewww.mvottersdorf.de\u201c im Internet auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dass die gute Jugendarbeit im Verein Fr\u00fcchte tr\u00e4gt, zeigt die Tatsache, dass der Verein \u00fcber 42 Jugendliche in der Z\u00f6glingskapelle und 17 in der Fl\u00f6tenausbildung hat. Wie schon die ganzen Jahre werden f\u00fcr die Jugendlichen einige Aktivit\u00e4ten geboten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2003<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unser Dirigent Markus Mauderer bildet sich laufend weiter und hat mit gro\u00dfem Erfolg das Dirigentendiplom erworben, was auch f\u00fcr unsere Kapelle gro\u00dfe Vorteile bringt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2004<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine erfolgreiche Jugendvorstellung, ein Auftritt im Europa-Park Rust und ein eigenes Jugendkonzert im November zeigen, welche Qualit\u00e4t unsere Jugendkapelle und die Jugendausbildung hat.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>2005<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Besonderheiten k\u00f6nnen in diesem Jahr die Auftritte unserer Jugendkapelle beim 7. Internationalen Jugendkapellentreffen in Bruchsal und beim gro\u00dfen Jugendkapellentreffen in Heitersheim bezeichnet werden. Aufgrund der guten Leistung der Aktiven und der Jugend sind 27 Auftritte zu bestreiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2006<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr beginnt mit dem Musical \u201eFreude\u201c, einer Gemeinschaftsveranstaltung der Jugendkapelle und der Grundschule in Ottersdorf. Es folgt ein Auftritt beim Familientag der Firma Daimler in Rastatt von der Seniorenkapelle sowie viele Auftritte bei befreundeten Vereinen und andere Verpflichtungen. Im November findet noch ein Jugendkapellentreffen in Ottersdorf statt. Dar\u00fcber hinaus stellt sich dieses Jahr und in den n\u00e4chsten Jahren unser Verein als Probe- und Pr\u00fcfungsorchester im Rahmen der gemeinsamen Dirigentenausbildung, die unser Dirigent Markus Mauderer in Staufen leitet, zur Verf\u00fcgung.  <\/p>\n\n\n\n<p>Leider muss der Musikverein auch von seinem langj\u00e4hrigen Musiker, Ehrenmitglied und ehemaligem Musikerobmann, Ludwig Gro\u00df Abschied nehmen. Der Musikverein gedenkt seinem Freund und Kameraden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2007<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der ordentlichen Mitgliederversammlung am 23. Februar tritt Wolfgang Kilian als Schriftf\u00fchrer zur\u00fcck. Der erste Vorsitzender Alwin F\u00fctterer dankt ihm f\u00fcr seine \u00fcber 20j\u00e4hrige Verwaltungst\u00e4tigkeit als Schriftf\u00fchrer, Verwaltungsmitglied und ehemaligen Vorsitzenden. Seine Nachfolge \u00fcbernimmt Annette Gro\u00df als Schriftf\u00fchrerin.  <\/p>\n\n\n\n<p>Am 31. M\u00e4rz nimmt die Musikkapelle am Festbankett des Musikvereins Harmonie Plittersdorf anl\u00e4sslich dessen 100j\u00e4hrigen Bestehens teil.  <\/p>\n\n\n\n<p>Vom 13.\u201315. Juli nimmt der Musikverein mit der Kapelle, als Helfer und Mitorganisator und mit einem Umzugswagen an den Ottersdorfer Heimattagen teil.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der erfolgreichen Teilnahme an einem Wettbewerb in B\u00fchl und vielen anderen Auftritten tr\u00e4gt auch die Jugendkapelle sehr viel zum Ansehen des Vereins bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Absoluter H\u00f6hepunkt und musikalischer Leckerbissen ist das Gastkonzert von Vlado Kumpan und seinen Spitzenmusikern in der vollbesetzten Altrheinhalle in Plittersdorf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2008<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wieder einmal macht unsere Jugendkapelle von sich Reden. Gemeinsam mit der Grundschule in Ottersdorf wird das Musical \u201eKarneval der Tiere\u201c aufgef\u00fchrt.  <\/p>\n\n\n\n<p>Mit Annelie Burster und Katharina Fritz erwerben wieder zwei junge Musikerinnen aus unseren Reihen das Jungmusikerleistungsabzeichen in Gold.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2009<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem schon zur Tradition gewordenen Fr\u00fchlingskonzert ist das Maifest mit dem Gesangverein zusammen wieder ein voller Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6hepunkt ist wiederum das Platanenfest im Juli mit dem Besuch und der Mitwirkung unserer Musikfreunde aus Ettenkirch.  <\/p>\n\n\n\n<p>Ein gemeinsamer Ausflug von Aktiven und Verwaltung f\u00fchrt nach Sasbach und Sasbachwalden, wo bei einer Besichtigung, Wanderung, Weinprobe und Besuch des Erntedankfestes die Kameradschaft gepflegt wird.  <\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam mit dem Kirchenchor, dem Gesangverein und der Musikkapelle findet am 22. November ein Kirchenkonzert statt, das die Vielfalt der Musik demonstriert.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>2010<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erstmals in der Vereinsgeschichte wird ein Musiker f\u00fcr 60j\u00e4hrige Aktivit\u00e4t geehrt. Beim Fr\u00fchlingskonzert am 28. M\u00e4rz erh\u00e4lt Fritz Gro\u00df aus der Hand des Verbandspr\u00e4sidenten die gro\u00dfe goldene Ehrennadel mit Diamant vom Bund Deutscher Blasmusikverb\u00e4nde (BDB). Auch vom Verein wird dieses besondere Engagement von unserem Baritonisten Fritz Gro\u00df gew\u00fcrdigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Ottersdorfer Stra\u00dfenfest ist der gesamte Verein wieder gefordert. Auf den Anwesen von Rainer Ernst und Rudi Frisch gibt es viele Aktivit\u00e4ten und ein reichhaltiges Speisen- und Getr\u00e4nkeangebot, was zu einem guten Erfolg f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2011<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben den vielen Verpflichtungen und Veranstaltungen steht wieder der Besuch unserer Musikfreunde in Ettenkirch am 26. und 27. Juni im Vordergrund. Im Rahmen dieses Besuchs gratuliert die Musikkapelle ihrem Ehrendirigenten Otto Wietfeld im Krankenhaus nachtr\u00e4glich zu seinem 90. Geburtstag und bringt ihm ein St\u00e4ndchen dar. Noch im selben Jahr verstirbt Otto Wietfeld und der Musikverein wird ihn in ehrendem Andenken bewahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2012<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Fr\u00fchlingskonzert am 1. April ist zugleich das letzte mit Markus Mauderer als Dirigent. Nach 22 erfolgreichen Jahren gibt er den Taktstock an Armin Kraus weiter. Ein besonderer Dank gilt Markus Mauderer f\u00fcr die hervorragende Arbeit beim MVO. Die Ernennung zum Ehrendirigenten ist unser Zeichen der besonderen Wertsch\u00e4tzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab sofort \u00fcbernimmt Armin Kraus, der beim MVO bereits gut bekannt ist, die musikalische Leitung des Vereins.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer H\u00f6hepunkt des Jahres ist der im November durchgef\u00fchrte erste Gaudi-Abend in der Festhalle. Die Durchf\u00fchrung und Organisation liegt in den H\u00e4nden von Benjamin Fink.<\/p>\n\n\n\n<p>Im November wird das Klassenmusizieren gemeinsam mit der Grundschule eingerichtet. Hier werden 15 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in einer Gruppe an verschiedenen Instrumenten unterrichtet. Die Leitung hat Diana Jourdan, die von einigen aktiven Musikern unterst\u00fctzt wird. Hier hofft der Verein auch weiterhin auf einen guten Nachwuchs.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2013<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Musikerversammlung im Februar bringt einige \u00c4nderungen. Rainer Ernst und Frank Gro\u00df stellen nach vielen erfolgreichen Jahren ihre \u00c4mter als erster bzw. stellvertretender Musikerobmann zur Verf\u00fcgung. Als Nachfolger werden zwei junge M\u00e4nner gew\u00e4hlt. Dies sind: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Musikerobmann: Benjamin Fink<\/p>\n\n\n\n<p>Stellvertreter: Simon Schaaf<\/p>\n\n\n\n<p>Am 7. Juli steht ein Auftritt beim Musikfest in Degernau im Schwarzwald an. Der Musikverein Degernau ist der Heimatverein unseres Trompeters Thomas Maier, auf dessen Veranlassung dieser Kontakt zustande kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herbst wird die zweite Gruppe Klassenmusizieren gestartet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2014<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wegen der geringeren St\u00e4rke unseres Jugendorchesters wird im Januar eine Kooperation mit dem Musikverein Steinmauern begr\u00fcndet. Die ersten Auftritte verlaufen unter dem Jugenddirigenten Benjamin Fink erfolgreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Teilnahme am \u201eCold Water Challenge\u201c im Sommer bringt f\u00fcr die aktiven Musiker viel Spa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Stra\u00dfenfest am 6. Und 7. September wird f\u00fcr den MVO wieder zu einem vollen Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2015<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der MVO feiert dieses Jahr seinen 90. Geburtstag und hat derzeit 294 Mitglieder, davon 50 Aktive in der Seniorenkapelle und Jugendliche in Ausbildung. <\/p>\n\n\n\n<p>Am 08.02.2015 feiert unser aktiver Musiker Fritz Gro\u00df im 65. Jahr seiner Aktivit\u00e4t seinen 80. Geburtstag. Die Aktiven und die Vorstandschaft haben das Ereignis mit ihm zusammen geb\u00fchrend gefeiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem hervorragenden Fr\u00fchlingskonzert, das mit einigen Solisten f\u00fcr alle etwas zu bieten hat, zeigt der MVO seine Leistungsf\u00e4higkeit.  <\/p>\n\n\n\n<p>Helga Kilian erh\u00e4lt beim Konzert f\u00fcr 15 Jahre T\u00e4tigkeit als Kassiererin die goldene Verbandsehrennadel. F\u00fcr 50j\u00e4hrige Aktivit\u00e4t wird Adolf Lott mit der gro\u00dfen goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverb\u00e4nde ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 17. Mai nimmt die Kapelle mit einem Auftritt am Stadtgarten, am Landesmusikfest in Karlsruhe teil.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem gro\u00dfen Jubil\u00e4umsfest am 1. und 2. August wollen wir das 90j\u00e4hrige Jubil\u00e4um feiern.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der intensiven und qualitativ guten Jugendarbeit der letzten 40 Jahre kann der MVO stolz sein, viele qualifizierte Ausbilder und Dirigenten aus den eigenen Reihen zu besitzen. Dies ist nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit mit der Grundschule und der finanziellen Unterst\u00fctzung durch die Stadt Rastatt sowie anderen Unterst\u00fctzern und G\u00f6nnern zu verdanken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Dirigenten\"><br>Dirigenten<\/h3>\n\n\n\n<p>von 1925 bis 1925: Paul Lutz<br>von 1925 bis 1929: Herr Fischer jun.<br>von 1929 bis 1937: Herr Fischer sen.<br>von 1937 bis 1939: Herr Hagenbruch<br>von 1939 bis 1940: Herr Wettemann<br>von 1948 bis 1950: Walter Graf<br>von 1950 bis 1951: Alfred Exner<br>von 1951 bis 1973: Hans Weyrauch<br>von 1973 bis 1977: Helmut B\u00f6cker<br>von 1977 bis 1990: Richard Merz<br>von 1990 bis 2012: Markus Mauderer<br>von 2012 bis 2020: Armin Kraus<br>seit 2020: Patrick Gro\u00df<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Vorsitzende\"><br>Vorsitzende<\/h3>\n\n\n\n<p>von 1925 bis 1930: Anton Gro\u00df<br>von 1930 bis 1939: Anton G\u00f6tz<br>von 1939 bis 1940: Franz Ruf<br>von 1948 bis 1949: Anton Jung<br>von 1949 bis 1950: Franz Ruf<br>von 1950 bis 1957: Stefan Knebel<br>von 1957 bis 1961: Hermann Waschewsky<br>von 1961 bis 1976: Martin Jung<br>von 1977 bis 1978: Wolfgang Kilian<br>von 1978 bis 1987: Adolf Becker<br>von 1987 bis 1995: Adolf Lott<br>von 1995 bis 2001: Reinhold Philipp<br>von 2001 bis 2022: Alwin F\u00fctterer<br>seit 2022: Benjamin Fink<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vereinsgeschichte Vor 1925 Die goldenen 20iger Jahre Ottersdorf ist gekennzeichnet vom ersten Weltkrieg. 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